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Pressebericht Donau Zeitung - Jahreshauptversammlung am 03.07.2016
Eintracht Staufen:  Hauptversammlung Geschäftsjahr 2015

(HWR) 1. Vorsitzender Thomas Römer konnte 85 anwesende Mitglieder begrüßen. Der für das Geschäftsjahr verantwortliche, zwischenzeitlich ausgeschiedene 1. Vorsitzende Bernd Lemmer hat sich abgemeldet. Seinen zugesandten Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2015 verlas Schriftführerin Barbara Hoffmann. Dabei verwies Lemmer neben den sportlichen Aktivitäten auf verschiedene Veranstaltungen wie unter anderem Fasching, Fischessen, Musikalischer Frühschoppen, Jahresessen, Weihnachtsfeier und Schafkopfturnier.

Fußballabteilungsleiter Roland Lanzinger berichtete von einem mißlungenen Saisonstart der 1. Mannschaft, jedoch reichte die Aufholjagd in der Rückrunde nicht zum angepeilten Relegationsplatz. Die Reservemannschaft verspielte in den beiden letzten Spielen die Meisterschaft. Detaillierte Berichte über die Aktiven - und Jugendmannschaften erfolgten bereits bei der Hauptversammlung der Fußballer.
Abteilungsleiterin Mathilde Rochau konnte von 4 aktiven Gruppen der Gymnastikabteilung berichten. Dies sind Angebote in den Sparten Eltern/Kind, Damen – und Seniorengymnastik, Nordic Walking sowie Yoga. Als Mitglied im Hauptausschuss bemängelte Sie insbesondere die fehlenden Informationen über die Vermögensverhältnisse der dafür verantwortlichen Bernd Lemmer (1. Vorsitzender) und Gerhard Esslinger (Schatzmeister).
Judith Rochau, Nikolai Ruf und Achim Straubinger wurden im Juli 2015 als Nachfolger von Silke Mayer und Ilona Hartmann als neue Abteilungsleitung gewählt. Judith Rochau berichtete von den gut besuchten 5 Aufführungen des Theaterstücks „“Die drei Eisbären“ zum Jahreswechsel 2015/2016. Weitere Aktivitäten bei der Weihnachtsfeier und den Faschingsveranstaltungen bereicherten das Vereinsleben. Die Proben für das neue Theaterstück unter der Regie von Gerhard Ruf sollen im September beginnen. Die Aufführungen sind zum Jahreswechsel geplant.
Abteilungsleiter Volleyball Anton Lewold berichtete zum wiederholten Mal von einem Rückgang der aktiven Sportler. So konnten keine regelmäßigen Trainingsabende stattfinden. Man wolle jedoch weiter versuchen neue Spieler/innen für den Volleyballsport zu gewinnen.
Gerhard Ruf hat zurzeit 22 Sänger/innen und hofft weiterhin auf Nachwuchs, damit auch nach ca. 80 Jahren der Staufener Eintracht - Chor weiterbestehen kann um insbesondere die festlichen Veranstaltungen in der Gemeinde zu umrahmen.
Nach dem Kassenbericht von Schatzmeister Gerhard Esslinger haben die Einnahmen im Clubheimbetrieb einen neuen Tiefstand erreicht, obwohl die Ausgaben ähnlich wie in den vorherigen Jahren waren.
Die Kassenprüfer Markus Kapfer und Konstantin Köder bemängelten, dass zu den Buchungen die Belege nicht vollständig vorlagen. Auch konnten die Barumsätze im Gaststättenbetrieb infolge fehlender Dokumentationen nicht geprüft werden. Des Weiteren wurde die Unstimmigkeit zwischen Ausgaben und Einnahmen im Gaststättenbetrieb bemängelt.
Der 3. Vorsitzende Winifried Erasin zeigte in einer Zusammenstellung über die Finanzen der Eintracht u. a. auf, dass im Jahre 2015 eine Vielzahl von Rechnungen von in der Summe von ca. 11.300 € nicht bezahlt wurden. Dadurch entstand dem Verein zumindest ein großer Imageschaden bei seinen Geschäftspartnern.
Der 2016 neu gewählte 1. Vorsitzende Thomas Römer teilte der Versammlung mit, dass bereits im Jahre 2015 dem Verein die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Dies war der neuen Vorstandschaft zum Zeitpunkt der Amtsübernahme im Februar 2016 nicht bekannt.
Zu diesem Sachverhalt und den Folgen der fehlenden Steuererklärungen, sowie der finanziellen Situation wurde vom 2. Vorsitzenden Martin Schwarz die Stellungnahme des beauftragten Steuerberaters verlesen. Die folgenden Aufzeichnungen sind nur Ausschnitte aus der Stellungnahme. Durch die Nichtabgabe von Steuererklärungen verlor der Verein 2015 seine Gemeinnützigkeit. Dies wurde Herrn Lemmer vom Finanzamt auch mitgeteilt. Selbst als das Finanzamt die Umsatzsteuer geschätzt und das Konto gepfändet hat, wurden keine Maßnahmen eingeleitet. Des Weiteren wurde trotz Entzug der Gemeinnützigkeit vom 1. Vorsitzenden Bernd Lemmer widerrechtlich Spendenbescheinigungen ausgestellt. Die Belege zu den Geschäftsvorfällen waren höchst lückenhaft. Eine Kassenführung war ab Mitte 2014 nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden. In welcher Höhe die korrekten Einnahmen existieren, ist nicht mehr nachvollziehbar. Verschiedene Ausgaberechnungen für die Jahre 2014 und 2015 wurden nicht bezahlt und ein Kassenbuch wurde nicht geführt. Obwohl nicht alle Rechnungen bezahlt wurden, sind die gebuchten Umsätze deutlich zurückgegangen. Dies spiegelt sich im auch im vorläufigen Verlust des Jahres 2015 von ca. 15.000 € wieder. Es droht ein wiederholter Entzug der Gemeinnützigkeit, wenn der Verlust nicht ausgeglichen werden kann. Durch die Nichtabgabe der Steuererklärungen liegt der Tatbestand der Steuerhinterziehung vor. Zu den Pflichten des Vorstandes gehört u. a. das Einhalten der Vorschriften des Gesetzgebers.
Nach einer durchaus sachlichen Diskussion bezüglich der Nichterfüllung von Pflichtaufgaben durch den Vereinsvorstand brachte die Entlastung für die im Geschäftsjahr 2015 verantwortlichen Vorstandsmitglieder folgendes Ergebnis: Frank Bonna (3. Vorsitzender) wurde einstimmig entlastet. Bernd Lemmer (1. Vorsitzender) und Gerhard Esslinger (Schatzmeister) wurden einstimmig nicht entlastet.
Folgende Vollmacht wurde der Vorstandschaft von der Versammlung einstimmig erteilt: „Die HV ermächtigt die Vorstandschaft zur Einleitung rechtlicher Schritte für den Fall, dass nach abschließender Prüfung und juristischer Bewertung aller Unterlagen Forderungen gestellt werden müssen oder der Gemeinnützigkeitsstatus durch solche Schritte gesichert werden muss“.
Abschließend konnte 1. Vorsitzender Thomas Römer die positive Nachricht bekanntgeben, dass die Eintracht nach nachträglicher Abgabe und Prüfung der Steuerklärungen 2013 + 2014 wieder im Besitz der Gemeinnützigkeit ist. Dank der Kontostände der Abteilungskassen ist der Verein auch zahlungsfähig. Der Blick muss jetzt nach vorne gerichtet sein.
Ehrenvorsitzender Gerhard Ruf bedankte sich bei der neuen Vorstandschaft für die im 1. Halbjahr 2016 geleistete Arbeit, damit der Zusammenhalt und die „Eintracht“ wieder hergestellt werden kann.
Im beiliegenden Bild zu den Ehrungen sind u. a. die bei der Versammlung anwesenden Jubilare von links nach rechts abgebildet:
Thomas Römer (1. Vorsitzender), Thomas Riedmeier (25 Jahre), Karl – Josef - Kimmerle (50 Jahre), Günter Lanzinger (50 Jahre), Klaus Rettenberger (50 Jahre), Martin Schwarz (2. Vorsitzender) Gerhard Ruf (Ehrenvorsitzender).

 

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