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Eintracht Staufen 1903 e.V.

Sport und Kultur

Sportgeschichte: Streckenrekorde in Staufen

Donau Zeitung am SAMSTAG, 13. JANUAR 2018 - Sport vor Ort
 Als in Staufen noch ein Streckenrekord gelaufen wurde
Lokale Sportgeschichte(n) ° 215 Teilnehmer sorgten im Ortsteil der Gemeinde Syrgenstein vor 20 Jahren für ein Großereignis

Vor wenigen Tagen gewann mit Kamil Stoch zum zweiten Mal nach Sven Hannawald in der Geschichte der Vierschanzentournee ein Skispringer auf allen vier Schanzen den Wettbewerb. Vor zwei Jahrzehnten hätte der Japaner Kazuyoshi Funaki der erste Sportler sein können, der sich nach den Siegen in Oberstdorf, Garmisch und Innsbruck den Grand-Slam hätte sichern können. Doch beim letzten Springen in Bischofshofen verhinderten dies zwei Deutsche mit einem Doppelsieg. Sven Hannawald gewann damals vor seinem Teamkollegen Hansjörg Jäkle aus Schonach. Der Hallenfußball stand vor 20 Jahren bei den Bundesligisten im Januar für wenige Tage im Fokus.

In München wurde das Finale des DFB-Hallenpokals ausgetragen. Mit dabei Gastgeber FC Bayern München um Stürmerstar Giovane Elber. Die Hausherren blamierten sich allerdings in den Gruppenspielen gegen den FC Gütersloh (2:4) und den späteren Turniersieger FC Hansa Rostock (2:6). Die Kicker von der Ostsee gewannen das spannende Finale gegen den FC Schalke 04 mit 4:3. Auf lokaler Ebene wurde beim Raiffeisen-Cup um die Landkreismeisterschaft gespielt. Vor 400 Zuschauern in Gundelfingen setzte sich im Endspiel die SSV Dillingen mit 3:2 gegen den SV Altenberg durch. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte“. Heute blicken wir in den Januar 1998 zurück.

215 Starter und Streckenrekord In der ersten Ausgabe des Jahres 1998 berichtete die DZ vom 3. Staufener Silvesterlauf. Bei den Verantwortlichen der Eintracht Staufen gab es ob des Teilnehmerrekordes von 215 Startern strahlende Gesichter. Ein solches hatte nach dem Rennen über die Zehn-Kilometer-Strecke auch Emmenecker vom MTV Aalen. Er stellte mit 33:20 Minuten eine neue Bestzeit auf. Bei den Damen triumphierte Carmen Fischer von der LG Staufen. Sie benötigte für die zehn Kilometer 44:18 Minuten. Während der Silvesterlauf in Staufen inzwischen Geschichte ist, gibt es den Dreikönigslauf in Lauingen noch immer. 1998 gingen 120 Teilnehmer an den Start. Sogar die Heiligen Drei Könige liefen mit. Den Wettbewerb über sieben Kilometer gewann bei den Männern Michael Helber (TG Viktoria Augsburg), bei den Frauen siegte Gisela Landherr vom SC Gröbenzell.

1998 - Silvesterlauf in Staufen

215 Lauferinnen und Läufer gingen vor 20 Jahren beim Silvesterlauf in Staufen an den Start.
Repros (6): herd

Hallenfußball Bei der Vorrunde um die schwäbische Meisterschaft in der Lauinger Stadthalle gingen die Landkreis-Vertreter vor 650 Zuschauern erneut leer aus. Zum vierten Mal nach 1993, 1994 und 1997 schnappte sich mit dem SC Altenmünster ein Verein aus dem benachbarten Kreis Augsburg das Endrunden-Ticket. Im Finale besiegte der damalige Bezirksligist den favorisierten Landesligisten FC Gundelfingen mit 4:2. Zum besten Turnierspieler wurde Robert Wagner (FC Gundelfingen) gewählt, als bester Torhüter wurde Jürgen Vogt (Altenmünster) ausgezeichnet; die meisten Tore erzielte Manuel Cunha von der SSV Dillingen.

Billardkugeln rollen in Lauingen Erfolgreich waren die Spieler des Lauinger Billardvereins vor zwei Jahrzehnten in der Oberliga. Damals traten Frank Gromes, Franz Aninger, Lothar Schöttner und Markus Grimminger gemeinsam an die Tische. Besonders Franz Aninger war im Januar 1998 gut in Form. Beim 8:0-Sieg gegen Markt Schwaben avancierte er zum besten Spieler.

Sportlerwahl Am vergangenen Mittwochabend wurden zum 34. Mal die besten Sportlerinnen und Sportler im Landkreis im Dillinger Stadtsaal geehrt. Vor zwei Jahrzehnten fand der Festakt im großen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. 1622 Leser verteilten damals 14598 Stimmen an die Kandidaten. Sportlerin des Jahres wurde die Ruderin Ulrike Stadlmayr vom Lauinger RSC, den Titel bei den Männern sicherte sich der Leichathlet Wolfgang Kraus von der LG Donau-Brenz, und bei den Mannschaften hatte die Damenturn-Riege der TV Dillingen die meisten Stimmen gesammelt. Vergeben wurde auch der Theo-Flemisch-Wanderpreis. Er ging vor 20 Jahren an den langjährigen Vorsitzenden der SSV Höchstädt, Josef Konle.

Starke Dillinger Judokas Die Konkurrenz größtenteils flach gelegt haben zwei Dillinger Judokas. Holger Lindsteding, damals Abteilungsleiter beim TV Dillingen, sicherte sich in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm den Titel eines schwäbischen Meisters, Claudia Waltl startete nach längerer Wettkampfpause bei den bei den südbayerischen Meisterschaften in München. Nur einmal musste sich die Dillingerin geschlagen geben, die meisten ihrer Kämpfe entschied sie vorzeitig mit Ippon-Würfen, was ihr am Ende Platz drei einbrachte.

Florian Kaindl schmettert Konkurrenz von der Platte Groß in Form war der Lauinger Tischtennisspieler Florian Kaindl. Der damals 19-Jährige spielte vor 20 Jahren vor allem bei den bayerischen Meisterschaften in Nördlingen groß auf. Gemeinsam mit seinem Partner Martin Schauer (München) schmetterte er die Konkurrenz bis zum Finale mehr oder weniger deutlich von der Platte. Erst im Endspiel wurde das Duo Kaindl/Schauer gestoppt. Es verlor gegen das Bayreuther Bundesliga-Doppel Hegenbarth/Hong in zwei Sätzen. (herd)


SSV Dillingen - 1998 Hallenfußball-Landkreismeister.
Die SSV Dillingen wurde 1998 Hallenfußball-Landkreismeister.
Von links: Betreuer Josef Steinl, Peter Aust, Bernd Behrens, Abteilungsleiter Gerhard Hartmann, Markus Keller, Johannes Petrasch, Alexander Kuchenbauer, Alexander Jall, Co-Trainer Walter Fuchsluger, Norbert Steidle, Klaus Datismann und Armin Bäurle.

 Vor 20 Jahren: Gauliga-Turnerinnen des TV Dillingen
Hübsch und erfolgreich. Die Gauliga-Turnerinnen des TV Dillingen wurden zur Mannschaft des Jahres gewählt.
Von links: Trainerin Elisabeth Schneider, Landrat Dr. Anton Dietrich, Anja Sprengart, Sara Feistle, DZ-Redakteur Wilibald Friedel, Stefanie Miller, BLSV-Kreischef Alfons Strasser, Anita Krebs und DZ-Mitherausgeber Gerhard Müller

Franz Aninger vom Lauinger Billardverein
Die Kugeln sicher im Visier. Franz Aninger vom Lauinger Billardverein gehörte vor zwei Jahrzehnten zu den besten Spieler seines Klubs.
Unser Bild zeigt ihn bei einem Wettkampf gegen Markt Schwaben, welchen die Lauinger souverän mit 8:0 gewannen.

Judo: Holger Lindsteding und Claudia Waltl
Holger Lindsteding wurde schwäbischer Meister im Judo, Claudia Waltl war als Dritte in Süddeutschland ebenfalls für den TSV Dillingen erfolgreich.

Tischtennis: Florian Kaindl
Gehörte einst zu den besten Tischtennisspielern in Bayern: Der Lauinger Florian Kaindl, der 1998 bayerischer Vizemeister im Doppel wurde.

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